


Medienmitteilung SFE vom 31.05.2006
Kein Statuswechsel auf dem Flugplatz Emmen!
Für den Erhalt der Arbeitsplätze auf dem Flugplatz Emmen ist die Schaffung einer zivilen
Flugplatzleitung und einer zivilen Abfertigungs-Infrastruktur nicht notwendig.
Unverantwortlich für die Entwicklung der Region um den Flugplatz wäre die Ausdehnung der
Flugbetriebszeiten. Zu diesen Schlüssen kommt der Schutzverband (SFE) auf Grund der Prüfung der
Projektskizze ZMB. Der SFE hat zum vorgeschlagenen Projekt Thesen aufgestellt, die widerlegt werden
müssten, damit über eine zivile Öffnung des Flugplatzes verhandelt werden kann.
Die 2'500 geplanten zivilen Flugbewegungen sind nicht das eigentliche Problem der Flugplatzregion,
obwohl heute nicht einmal ein Drittel der zur Verfügung stehenden Kapazität von heute 1'000
genutzt wird. Das Problem ist, dass für die geforderten 2'500 Flugbewegungen der Status des
Militärflugplatzes geändert werden müsste. Es muss eine zusätzliche zivile Flugplatzleitung
geschaffen werden und die Promotoren wollen gleich auch noch für eine zivile Abfertigungsinfrastruktur
für Passagiere sorgen. Dass sich das für durchschnittlich 3-4 Flugzeuge im Tag nicht lohnt,
liegt auf der Hand; es kann sich also dabei nur um eine erste Tranche handeln. Mit dem
Statuswechsel wird ein Damm geöffnet, der nicht mehr geschlossen werden kann. Über das
Potenzial des Flugplatzes zu einem "richtigen" Flugplatz ist ja eben erst wieder berichtet
worden.
Emmen und die Gebiete in der Flugschneise sind heute trotz Fluglärm relativ attraktive
Wohngebiete. Wer sich hier niederlässt weiss, dass es während des Tages zuweilen sehr
laut ist, hat aber die Gewissheit, dass ausserhalb der Bürozeiten und vor allem am
Wochenende Ruhe herrscht am Himmel. Die Ausdehnung der Flugbetriebszeiten, vor allem am
Wochenende, führt zu einer Abwertung und Verunsicherung der ganzen Region.
Die Projektskizze ZMB lässt zu viele Fragen offen, als dass der Schutzverband dazu ja sagen
könnte. Der SFE hat sieben Thesen aufgestellt, die zu widerlegen sind, bis über eine Änderung
des Status Militärflugplatz verhandelt werden kann:
Das ZMB Projekt schafft Sachzwänge für mehr Flugbewegungen
(Hinter den ZMB-Plänen steckt mehr, als im Moment offen gelegt wird).
Die Wirtschaft ist nur an ZMB interessiert, wenn die Öffentliche Hand das Angebot subventioniert
Die wirtschaftlichen Effekte für den Kt. LU und die Zentralschweiz sind gering
Die RUAG Aerospace ist auf eine zivile Abfertigungsinfrastruktur nicht angewiesen
Die Lärmbelastung wird von militärischer Seite nicht abnehmen
Der Flughafen Kloten liegt vor der Haustüre - da macht ein ziviler Flugplatz bei Luzern keinen Sinn.
Die ZMB-Pläne sind nicht verträglich mit der Charta Emmen
Für den SFE
Das Co-Präsidium
Roland Fischer
Luzius Hafen