Medienmitteilung Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen (SFE)


Der Flugplatz Emmen bleibt erhalten - Ende gut, alles gut?

Was für den kurz- bis mittelfristigen Erhalt der Arbeitsplätze in Emmen gut ist, wirft für die Zukunft dennoch Fragen auf: Ist es wirklich sinnvoll, die modernste Helikopterbasis Europas von Alpnach nach Emmen zu verlegen statt diese als Aussenstelle von Emmen zu erhalten? Und: wie können die Arbeitsplätze langfristig gesichert werden?

Mit dem Erhalt des Flugplatzes Emmen als Militärflugplatz nimmt das Szenario Gestalt an, das für die nächsten Jahre den Erhalt der Arbeitsplätze und den Schutz der Bevölkerung vor zusätzlichen Immissionen am besten gewährleistet. Letzteres gilt aber nur dann, wenn es im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens noch gelingt, die Helikopterbasis in Alpnach als Aussenstelle von Emmen zu erhalten. Dazu sind intensive Anstrengungen notwendig. Wenn die Helikopter nach Emmen verlegt werden, wird es keine zusätzlichen Geschäftsflüge geben!

In Emmen steht die grösste Arbeit noch bevor. Die Flugbetriebszeiten und die Anzahl Flugbewegungen müssen so festgelegt werden, dass für die Lebensqualität der Bevölkerung rund um den Flugplatz keine zusätzliche Beeinträchtigung entsteht.

Unerlässlich sind jetzt auch langfristige betriebswirtschaftliche Überlegungen, denn mittel- bis längerfristig haben weder die militärische noch die zivile Luftfahrt eine gesicherte Zukunft. Gefragt ist eine konsequente Ausrichtung der Forschung und Entwicklung auf eine treibstoff- und lärmarme Fliegerei in Emmen. Falls das nicht möglich ist, müssen jetzt Ideen entwickelt werden, in welchen Bereichen ausserhalb der Fliegerei das hochentwickelte technische Know How der Mitarbeitenden eingesetzt werden kann. Ohne dieses Umdenken stehen wir in 15 bis spätestens 20 Jahren genau am gleichen Punkt - aber ohne rettende Hintertür.

Emmenbrücke, 7. Dezember 2004



Für den SFE
Das Co-Präsidium

Roland Fischer                    Luzius Hafen